Rudi Pawelka erzählt vom Leben in Breslau, von Flucht und Neuanfang in Westdeutschland ...  


- Tag der Schlesischen Kultur am 26.10.2019 -

Veranstalter: Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe NRW, im Gerhard-Hauptmann-Haus in Düsseldorf





 

- Leben und Werk von Käthe Kruse im Mittelpunkt -

 

Es waren 2,5 Stunden guter Unterhaltung und Besinnlichkeit für die Besucher, die nach Düsseldorf in den Eichendorff-Saal des Gerhart-Hauptmann-Hauses gekommen waren. Mit Spannung erwarteten die Anwesenden in dem gut gefüllten großen Raum mehr über die weltberühmte schlesische Puppenmacherin zu erfahren, die 1883 in Dambrau, Landkreis Falkenberg O.S., als Katharina Johanna Gertrud Simon geboren wurde.

Thomas Heitele, Direktor des Stadtmuseums Donauwörth mit der Abteilung „Käthe Kruse“, wusste mit seinem Lichtbildvortrag die Leute zu fesseln und interessante Einblicke über Lebensweg und Wirken dieser bedeutenden Frau zu vermitteln. Er skizzierte ein Leben, das auch viele Schicksalsschläge und Anfeindungen mit sich brachte. Dies führte auch dazu, dass sie getrennt von ihrem Ehemann, dem bedeutenden Bildhauer Max Kruse aus Berlin, Jahre in Italien mit ihren Kindern verbrachte.

Dass sie dennoch in brillanter Weise schöpferisch für ihre Puppenmodelle tätig war, legt Zeugnis ab von ihrer Energie und ihrem Fleiß, die sie auch zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen werden ließen.

Die Familie zog 1912 von Berlin nach Bad Kösen im heutigen Sachsen-Anhalt, wo die bald weltberühmten Puppen in Handarbeit gefertigt wurden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ihre Manufaktur zu einem "Volkseigenen Betrieb" umgewandelt, und sie verlegte in die Bundesrepublik nach Bad Pyrmont und Donauwörth.

Landesvorsitzender Rudi Pawelka hatte die Bedeutung von Käthe Kruse in seiner Begrüßung hervorgehoben, indem er darauf hinwies, dass Millionen Kinder in aller Welt mit ihren Puppen aufwuchsen.


Das Rahmenprogramm stand ebenso auf hohem Niveau. Klassische Musik mit jugendlichen Interpreten aus der Düsseldorfer Talentschmiede „Kintop“ verstanden es, Musik auf hohem Niveau zu präsentieren und gaben damit dem Programm einen festlichen Rahmen.







Das schlesische Gefühl bedienten Mundartsprecherin Dorothea Weniger und die mit ihr angereiste Tanz- und Trachtengruppe „Der Fröhliche Kreis“, wie immer bestechend durch ihre Präzision.







Für einen gefühlvollen Ausklang sorgte der Bläserchor „Bergleute aus Ost und West“ durch schlesisches Liedgut zum Mitsingen.









Landesvorsitzender Rudi Pawelka dankte seinem Stellvertreter Hans-Peter Mann für die Organisation des Programms, der auch als Moderator durch die Veranstaltung führte.

Der Kulturelle Schlesiertag ist seit 2011 zu einem Markenzeichen der Landsmannschaft Schlesien in NRW geworden und wird in jedem Fall auch in den folgenden Jahren fortgesetzt.

 

 

   

 

 

Rudi Pawelka 

Landesvorsitzender