Rudi Pawelka erzählt vom Leben in Breslau, von Flucht und Neuanfang in Westdeutschland ... 

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Veranstaltungen im Jahr 2022


Tag der Schlesischen Kultur 2022 und 70 Jahre Landsmannschaft Schlesien in NRW

Beginn:26.03.2022
10:00
Ende:26.03.2022
15:00

Augenblicklich besteht für das Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf für den Zugang eine Zwei-G-Regelung.



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70-Jahrfeier der Landsmannschaft Schlesien NRW Tag der Schlesischen Kultur


Die Corona-Pandemie zwang dazu, die Festveranstaltung auf das Jahr 2022 zu verlegen. Aufgrund der Signale aus der Politik über vorgesehene Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung von Corona, erwies sich der Termin 26. März 2022 für unsere Feier als gut gewählt. Obwohl potenzielle Teilnehmer noch Bedenken hatten, fand sich eine große Zahl von Teilnehmern im gut gefüllten Eichendorff-Saal des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Düsseldorf ein.


 

(Pianistin Elena Mogilevskaya mit Sopranistin Maria Popa, Foto: BdV NRW)

 


Als Festredner konnte der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus Wiener aus der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gewonnen werden. Die Landesregierung hat je einen Vertreter der fünf Fraktionen in das Kuratorium des Gerhart-Hauptmann-Hauses aufgenommen. Für die AFD war der Fraktionsvorsitzende Markus Wagner gekommen. Herr Ministerialdirigent Professor Dr. Hans-Ulrich Baumgarten richtete in Vertretung der Ministerin für Kultur und Wissenschaft ein Grußwort an die Teilnehmer. Er hob hervor, dass die Landesregierung erhebliche Unterstützung den Vertriebenenverbände gibt und auch Institutionen in ihrer Arbeit für die Vertreibungsgebiete gefördert werden. Dem stimmte Landesvorsitzender Pawelka zu.




(linkes Bild v. l. n. r.: Hans-Peter Mann, Dr. Klaus Wiener und Rudi Pawelka, Foto: Landsmannschaft Schlesien NRW, rechtes Bild: Professor Dr. Hans-Ulrich Baumgarten, Foto: BdV NRW)


Erfreut begrüßt wurden die eng mit uns verbundenen Ostpreußen Landesvorsitzender Jürgen Zauner und stellvertretender Landesvorsitzender Klaus-Arno Lemke sowie von der Landsmannschaft der Baltendeutschen stellvertretender Landesvorsitzender Dr. med. Raimund Renner.


Projekte der Verbände

Der Batterieturm auf Schloss Burg ist die zentrale Gedenkstätte für die Vertriebenen in NRW. Am 21. Oktober 1951 durch den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss eingeweiht, war er aber seiner Bedeutung in Jahrzehnten entrückt. Dem wurde in den letzten Jahren gegengesteuert. Seit 2016 gibt es Veranstaltungen am 20. Juni, dem Vertriebenengedenktag. Drei Landsmannschaften versammelten sich zudem im Juli zu ihren Landestreffen.
Nun laufen die Planungen für einen Ausbau des Turms zu einem Informationszentrum über die Vertreibung für die Öffentlichkeit. Da gegenwärtig größere Bauarbeiten auf dem gesamten Schlossgelände stattfinden, konnte die 70-jährige Gedenkfeier nicht stattfinden. Pawelka, der auch BdV-Landesvorsitzender ist, versicherte, dass Bemühungen laufen, das Jubiläum am 21. Oktober begehen zu können.
Einige Vorbereitungen für eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wurden bereits getroffen (in größerer Auflage gestaltetes Faltblatt über die Vertreibung, Herstellung eines kurzen Films, Konzeption für die Nutzung des Turms).
Die Landsmannschaften sind auch aufgerufen, sich beim Aufbau des Hauses der Geschichte NRW einzubringen. Es konnten schon einzelne Exponate überstellt werden. Pawelka verwies in seinem Vortrag auf die Schwerpunkte der Kulturarbeit. In der Festschrift sind darüber entscheidende Aussagen gemacht worden. Es sind vor allem die großen Persönlichkeiten aus Schlesien mit ihrem Weltruhm, die Schlesien bekannt gemacht haben. Sie werden auch in Zukunft an Schlesien erinnern und aufzeigen, welchen Anteil für die Entwicklung Deutschlands Schlesien hatte. Pawelka dankte allen Mitgliedern für ihre jahrzehntlange Arbeit für Schlesien, ohne die der Verband nicht hätte so lange bestehen können.


Krieg heute und 1944/45

Herr Pawelka verwies auf die aktuelle politische Lage. Deshalb wurde bei der Totenehrung nicht nur der deutschen Opfer sondern auch der in der Ukraine gedacht.
Trotz Anerkennung des heutigen Leids erinnerte er auch an die Unterschiede. Die deutschen Vertriebenen konnten nicht in andere Länder ausweichen, es gab auch in Deutschland keine Willkommenskultur und keine psychologische Hilfe für Traumatisierte. Ein besonders grausames Schicksal erlebten die über die Ostsee Geflüchteten in Dänemark. Nachdem am 10. März 1945 im Hafen von Swinemünde 23.000 Flüchtlinge von 600 amerikanischen Bombenflugzeugen umgebracht wurden, leitete man fortan alle Flüchtlingsschiffe in dänischen Hafen um. Nach Kriegsende wurden viele tausend Deutsche von dänische Behörden in Lagern interniert. Über 7.000 Kinder überlebten dies nicht, weil ärztliche Hilfe fast immer verweigert und nötige Nahrungsmittel nicht zur Verfügung standen.  Pawelka stellte fest, dass in Deutschland eine seltsame Scheu besteht, darüber zu reden und somit viele Verbrechen an Deutschen nicht bekannt sind. Auch die Bischöfin Margot Käßmann wich im Fernsehen einer Frage nach dem jahrelangen Aufenthalt ihrer Mutter in Dänemark aus, indem sie sagte, Norddeutschland sei für deutsche Flüchtlinge gesperrt worden, weil es dort schon zu viele Flüchtlinge gab. Eine Ausnahme bildete der wegen seiner außergewöhnlichen Erfolge deutsche Fußballtrainer Udo Lattek, der im Fernsehen wiederholt hervorhob, er sei im Alter von 8 Jahren für 3 ½ Jahre in einem dänischen KZ eingesperrt gewesen.

(Der Landesvorsitzende Rudi Pawelka, Foto: BdV NRW)


Polen diskriminiert deutsche Minderheit

Der Europarat hat gerade festgestellt, dass der polnische Sejm durch die Kürzung der Mittel für den Deutschunterricht einen Verstoß gegen die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen begangen hat, was eine Diskriminierung der deutschen Minderheit bedeutet. Nach den Mittelkürzungen kann nur noch eine Stunde wöchentlich unterrichtet werden. Die Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat angekündigt, das Thema in die Politik einzubringen.


Schlesisches Kulturgut ist immer aktuell

Die Kultur Schlesien stand wie immer im Mittelpunkt. Das niveauvolle Programm war schon am Anfang eingeläutet worden mit der Musik alter Meister durch Frau Elena Mogilevskaya am Klavier und Frau Maria Popa (Sopran) erfolgte auch eine Referenz an andere Länder.



(linkes Bild: Elena Mogilevskaya und Maria Popa, rechtes Bild: Anneliese Wickel, Foto: BdV NRW)


Dass das schlesische Gemüt hervorragend angesprochen werden kann, bewies Frau Anneliese Wickel (Hohenlimburg) mit Gedichten und Geschichten aus Schlesien. Auch sie zählt zur Nachkriegsgeneration, in der Familie hatte die Mundart aber ihren besonderen Platz, ebenso Schlesiens Kulturgut.
Mit einer weiteren Interpretin, der jüngeren Generation verblüffte das Programm die Besucher. Frau Dr. Petra Behrens (Marl) eine promovierte Elektrotechnikerin, begeisterte mit ihrer hervorragenden Stimme und vielen Heimatliedern das Publikum. Darunter fanden sich aus zwei Volkslieder aus Ostpreußen. Für alle war erstaunlich, dass eine junge Frau neben ihrem Beruf, sich mit unserem Liedgut befasst.



Die schlesische Tanz und Trachtengruppe „Der Fröhliche Kreis“ aus Bergisch Gladbach führte mit seinen Tänzen auch optisch in die schlesische Welt und ließen Schlesien aufleben.

(„Der Fröhliche Tanzkreis“ aus Bergisch Gladbach, Foto: BdV NRW)


Noch mehr aufleben ließ zum Schluss der Bläserchor „Bergleute aus Ost- und West“ aus Herne mit heimatlichem Liedgut, das allen regelrecht ins Blut ging.


Festredner Dr. Klaus Wiener, ein vorzüglicher Interpret des Schlesiertums

Es war kaum zu erwarten, dass ein neunundfünfzigjähriger Bundestagsabgeordneter so tief die schlesische Seele verkörpern kann. Obwohl viele Jahre nach der Vertreibung geboren, erwies sich Dr. Wiener als profunder Kenner Schlesiens. Seine Familie war beheimatet in Schömberg nahe Landeshut am Riesengebirge. In der Familie pflegte man das Schlesiertum und der Sohn wuchs damit auf. Deshalb war es für sie auch selbstverständlich mit einer größeren Gruppe seiner Verwandtschaft den Heimatort zu besuchen.

Man merkte dem Referenten an mit Schlesien verwurzelt ist. So traf Dr. Wiener mit seinen Ausführungen vor allem die Stimmung älterer Landsleute, die ihm sehr dankbar waren.
Da der Abgeordnete in der nahen Stadt Mettmann wohnt, wird es bestimmt nicht das letzte Zusammentreffen mit der Landsmannschaft sein.
Landesvorsitzender Pawelka dankte abschließend allen Mitwirkenden für ihren Beitrag. Den Teilnehmern dankte er für ihr Kommen, ohne das die Veranstaltung nicht gelingen konnte.
Ein besonderer Dank galt dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Hans-Peter Mann, der das Programm zusammengestellt, die Organisation vorbereitete und die Veranstaltung moderiert hatte.


Mit freundlichen Grüßen
Schlesien Glückauf!

Rudi Pawelka
Landesvorsitzender


Die Fahrt nach Schlesien und Oberschlesien vom 10.-18. Oktober 2021

im Rahmen eines deutsch/polnischen Kultur-Seminars als Beitrag zur Völker-Verständigung zwischen den Deutschen in West und Ost sowie den dortigen Polen.


Mit interessierten Mitgliedern der Landesgruppe Landsmannschaft Schlesien in Nordrhein-Westfalen und der Volkstanzgruppe "Der fröhliche Kreis" aus Bergisch Gladbach wurden unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Peter Mann verschiedene Standorte der Sozial-kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Schlesien besucht.

Die mit einem Bus von Herne aus angefahrenen Zentren der deutschen Minderheit in Schlesien waren diesmal Waldenburg mit Bad Salzbrunn, Rybnik, Ratibor, Lubowitz, dem Geburtsort des Dichters Freiherr von Eichendorff, und Breslau.

 



Die vielen Begegnungen verliefen überall unglaublich herzlich. Gegenseitige Informationen, Vorträge aus der schlesischen Historie und aktuelle Themen, vertiefende persönliche Gespräche, Schüler-Theater, Musik, Lied und Volkstanz, sowie auch Sightseeing machten das Seminar zu einem lebhaften und ereignisreichen Gesamt-Event, das zur nachhaltigen Verständigung zwischen den Volksgruppen erheblich beitragen wird.

/hpM




Rundschreiben Nr. 3-2021 vom 19. Juli 2021


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Landsleute!


Die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie wurden in letzter Zeit zunehmend gelockert, so dass wir auch bald zunächst verschobene Veranstaltungen nachholen können. Diese sind: die Würdigung des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann anlässlich seines 75. Todestages und das Gedenken an die Volksabstimmung in Oberschlesien vor 100 Jahren. Die Termine werden wir Ihnen in Kürze mitteilen.


Vertriebenengedenktag am 20. Juni auf Schloss Burg

Über dieses von der Politik viel beachtetes Gedenken, bitte ich Sie, alles Wissenswerte aus dem beiliegenden Bericht zu entnehmen.

(Kränze des Landes NRW und des BdV Landesverbandes, Foto: BdV LV NRW)


Künftiges Nutzungskonzept für den Batterieturm auf Schloss Burg

Aufgrund unserer Informationen bezüglich der Renovierung des Turms und der Vervollständigung seiner technischen Einrichtungen, haben wir das von dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und den drei Eignern der Schlossanlage, den Städten Solingen, Remscheid und Wuppertal erbetene Nutzungskonzept erstellt und ihnen zugeleitet. Hiermit wird dokumentiert, wie notwendig eine Renovierung des Inneren ist. Der Landesvorstand hofft auf eine Umsetzung unserer Forderung, damit wir den Batterieturm als Informationsstätte für die Öffentlichkeit zugänglich machen können.

Schon jetzt werden wir dieses Bauwerk natürlich weiter nutzen wie bisher, allerdings mit allen Beschränkungen.


(Innenansicht des Batterieturmes auf Schloss Burg/Solingen, Foto: BdV LV NRW)


Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung am 21. Juni 2021 in Berlin durch Kanzlerin Merkel eröffnet

Bereits vor 20 Jahren hatten Erika Steinbach (CDU) und Peter Glotz (SPD) die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ gegründet. Das politisch sehr umstrittene Projekt wurde 2008 durch Bundestagsbeschluss mit neuem Namen als Bundesstiftung aufgenommen. Die Dauerausstellung ist jetzt nach größeren Umbauten im früheren Deutschlandhaus in der Stresemannstraße untergebracht. Eine Besichtigung ist kostenfrei. Sobald wir das Projekt besuchen können, werden wir über den Inhalt berichten.


Lesung im Gerhart-Hauptmann-Haus „Zerrissene Leben“

Wiederholt hat sich die in Wangen/Allgäu ansässige Schriftstellerin Bruni Adler mit Schicksalen von Menschen in Büchern auseinandergesetzt, die durch den Krieg geprägt waren. In Ihrem Buch „Zerrissene Leben“ lässt sie 21 Menschen (Russen, Ukrainer, Deutsche) zu Wort kommen, deren Leben sich durch den Krieg grundlegend verändert hat. In den ausgewählten Textpassagen gelang es ihr vorzüglich, die Denkweise der Betroffenen über die Nationen hinweg nachhaltig zu vermitteln und somit Verständnis zu erwecken. Der renommierte Osteuropa-Historiker der Berliner Humboldt-Universität, Jörg Baberowski, schrieb über Bruni Adler, dass sie in ihrem Buch eindrucksvoll die Stereotypen von Tätern, Opfern, Helden und Verrätern verblassen lasse.


(Der Landesvorsitzende des BdV Landesverbandes NRW, Rudi Pawelka und Autorin, Bruni Adler, Foto: BdV LV NRW)


Bruni Adler ist 1952 in Annaberg (Erzgebirge) geboren und 1958 mit ihren Eltern in die Bundesrepublik geflohen. Ihre Mutter stammt aus Schlesien, ihr Vater aus Sachsen und war Begründer der Kaufhauskette „Adler“.


Kampf um Zweisprachigkeit

In einem Rundschreiben war bereits berichtet worden, dass Anträge auf zweisprachige Ortsschilder im polnischen Innenministerium seit längerem verzögert werden obwohl die polnische Rechtslage eine Zulassung gebietet. Nunmehr gab es durch die Polnische Staatsbahn eine Entscheidung zugunsten der deutschen Minderheit. Ausgelöst hatte den Konflikt Janusz Kowalski, Abgeordneter der Partei „Solidarisches Polen und ehemaliger stellvertretender Minister, der in einer Intervention an den Minister für Infrastruktur die Entfernung von zusätzlichen (deutschen) Ortsnamen an Bahnhöfen für illegal erklärte, und sie deshalb entfernt werden müssten. Inzwischen hatte die Staatsbahn ihre Richtlinien aber geändert, was zu der Abweisung der Petition führte. Nicht nur der betroffene Bahnhof von Chronstau (Chrzastowice) kann jetzt auf die Zweisprachigkeit pochen, sondern auch eine Reihe weiterer Gemeinden, die die Voraussetzungen erfüllen.


Streit um Gedenken über die Auseinandersetzungen in Oberschlesien 1921

Ein Beispiel für ein einseitiges Gedenken an 1921 lieferte im April der Stadtrat von Gleiwitz. In einem Beschluss heißt es am Ende „Zum 100. Jahrestag des 3. Schlesischen Aufstandes muss an den Patriotismus, das Heldentum und die Aufopferung der Aufständischen erinnert werden; die für die Eingliederung Oberschlesiens und Gleiwitz zum wiederauflebenden Polen nach dessen über ein Jahrhundert dauernden Sklaverei gekämpft haben“. Die einzige Gegenstimme kann von Agnieszka Filipkowska, die sich in einer Erklärung für ein Gedenken beider Seiten plädierte, sowohl für die polnischen Kämpfer als auch für diejenigen, die die deutsche Option gewählt hatten.

Der Verband deutscher Gesellschaften in Polen hatte bereits 2019 in einer Resolution dazu aufgerufen. Zu bedauern ist vor allem, dass das „Aufständischen Denkmal“ auf dem Annaberg nach wie vor Deutsche zeigt, die eine Frau mit einem Gewehrkolben traktieren, während polnische Aufständische mit Gerätschaften der Bauern abgebildet werden, aber nicht mit den schweren Waffen aus Polen.


Gedenktafel in Oberglogau vom Stadtrat abgelehnt

Anders als in Gleiwitz wurde ein Antrag des Bürgermeisters Pitor Bujak verworfenen, der eine Gedenktafel an einem Denkmal vorsah. Auf der Tafel sollte das Gedenken an die polnischen Patrioten zum 100. Jahrestag des Dritten Schlesischen Aufstandes erinnert. Die Ablehnung erfolgte mit Mehrheit. Als wichtigster Grund hier war die Einseitigkeit des Gedenkens, die alte Ressentiments schüren wollte, so verlautete aus dem Stadtrat.


Ich hoffe, dass Sie weiter gesund bleiben und grüße Sie herzlich

Schlesien Glückauf!

Rudi Pawelka

Landesvorsitzender 




 

 




 


In der  "Deutsche Umschau"  -  der Zeitung des Bundes der Vertriebenen, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., schreibt 

Rudi Pawelka über die Geschehnisse in Oberschlesien von 1919-1921 folgende Abhandlung.




- Tag der Schlesischen Kultur am 26.10.2019 -

Veranstalter: Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe NRW, im Gerhard-Hauptmann-Haus in Düsseldorf





 

- Leben und Werk von Käthe Kruse im Mittelpunkt -

 

Es waren 2,5 Stunden guter Unterhaltung und Besinnlichkeit für die Besucher, die nach Düsseldorf in den Eichendorff-Saal des Gerhart-Hauptmann-Hauses gekommen waren. Mit Spannung erwarteten die Anwesenden in dem gut gefüllten großen Raum mehr über die weltberühmte schlesische Puppenmacherin zu erfahren, die 1883 in Dambrau, Landkreis Falkenberg O.S., als Katharina Johanna Gertrud Simon geboren wurde.

Thomas Heitele, Direktor des Stadtmuseums Donauwörth mit der Abteilung „Käthe Kruse“, wusste mit seinem Lichtbildvortrag die Leute zu fesseln und interessante Einblicke über Lebensweg und Wirken dieser bedeutenden Frau zu vermitteln. Er skizzierte ein Leben, das auch viele Schicksalsschläge und Anfeindungen mit sich brachte. Dies führte auch dazu, dass sie getrennt von ihrem Ehemann, dem bedeutenden Bildhauer Max Kruse aus Berlin, Jahre in Italien mit ihren Kindern verbrachte.

Dass sie dennoch in brillanter Weise schöpferisch für ihre Puppenmodelle tätig war, legt Zeugnis ab von ihrer Energie und ihrem Fleiß, die sie auch zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen werden ließen.

Die Familie zog 1912 von Berlin nach Bad Kösen im heutigen Sachsen-Anhalt, wo die bald weltberühmten Puppen in Handarbeit gefertigt wurden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ihre Manufaktur zu einem "Volkseigenen Betrieb" umgewandelt, und sie verlegte in die Bundesrepublik nach Bad Pyrmont und Donauwörth.

Landesvorsitzender Rudi Pawelka hatte die Bedeutung von Käthe Kruse in seiner Begrüßung hervorgehoben, indem er darauf hinwies, dass Millionen Kinder in aller Welt mit ihren Puppen aufwuchsen.


Das Rahmenprogramm stand ebenso auf hohem Niveau. Klassische Musik mit jugendlichen Interpreten aus der Düsseldorfer Talentschmiede „Kintop“ verstanden es, Musik auf hohem Niveau zu präsentieren und gaben damit dem Programm einen festlichen Rahmen.







Das schlesische Gefühl bedienten Mundartsprecherin Dorothea Weniger und die mit ihr angereiste Tanz- und Trachtengruppe „Der Fröhliche Kreis“, wie immer bestechend durch ihre Präzision.







Für einen gefühlvollen Ausklang sorgte der Bläserchor „Bergleute aus Ost und West“ durch schlesisches Liedgut zum Mitsingen.









Landesvorsitzender Rudi Pawelka dankte seinem Stellvertreter Hans-Peter Mann für die Organisation des Programms, der auch als Moderator durch die Veranstaltung führte.

Der Kulturelle Schlesiertag ist seit 2011 zu einem Markenzeichen der Landsmannschaft Schlesien in NRW geworden und wird in jedem Fall auch in den folgenden Jahren stattfinden.


(Siehe auch Rundschreiben Nr. 4 - 2019 hier auf dieser Hompage oben)


Rudi Pawelka 

Landesvorsitzender